Projekt
Wie istbarrierefrei.de funktioniert und was das Projekt leisten soll
istbarrierefrei.de ist als öffentliche Referenz für digitale Barrierefreiheit gedacht. Die Plattform soll sichtbar machen, wie barrierefrei Websites sind, wie Ergebnisse zu verstehen sind und warum automatisierte Prüfungen hilfreich, aber nie vollständig sind.
Was ist istbarrierefrei.de?
istbarrierefrei.de ist eine öffentliche Plattform, die sichtbar macht, wie barrierefrei Websites sind. Sie ist nicht nur als einzelnes Prüfwerkzeug gedacht, sondern als öffentliche Referenz, auf der Ergebnisse nachvollziehbar angezeigt und über die Zeit beobachtbar werden.
Was ist das Ziel des Projekts?
Das Ziel ist, digitale Barrierefreiheit sichtbarer, vergleichbarer und öffentlich nachvollziehbarer zu machen. Viele technische Probleme bleiben für Menschen, die nicht direkt betroffen sind, im Alltag unsichtbar. Gleichzeitig fehlt oft ein leicht zugänglicher Ort, an dem man Ergebnisse einordnen kann.
Statt nur ein einzelnes Prüfresultat auszugeben, soll die Plattform über Verzeichnis- und Detailseiten zeigen, wie Websites im aktuellen Stand dastehen und wie sich Ergebnisse mit der Zeit verändern.
Warum ich das gebaut habe
Ich habe das Projekt gebaut, weil digitale Barrieren auf vielen Websites zwar real sind, aber oft kaum sichtbar werden. Es gibt technische Standards, Prüfwerkzeuge und gesetzliche Anforderungen, aber für viele Menschen fehlt ein verständlicher, öffentlicher Bezugspunkt.
Mir ging es deshalb nicht darum, nur noch ein weiteres Tool zu bauen. Ich wollte eine Plattform schaffen, die Ergebnisse so aufbereitet, dass sie nachvollziehbar werden: für Nutzerinnen und Nutzer, für Betreiber von Websites und für alle, die digitale Barrierefreiheit ernster nehmen wollen.
Die Plattform soll dabei fair bleiben: nicht als Pranger, sondern als öffentliche Einordnung, bei der gute Ergebnisse genauso sichtbar sein dürfen wie erkennbare Probleme.
Wie die Plattform funktioniert
Der Ablauf ist bewusst einfach gehalten: Eine URL wird eingegeben, automatisch geprüft, gespeichert und anschließend öffentlich dargestellt. Mit weiteren Prüfungen entsteht daraus nach und nach eine nachvollziehbare Historie.
1. Website eingeben
Auf der Startseite wird eine Website in das Eingabefeld eingetragen. Das ist der zentrale Einstieg in die Plattform.
2. Automatisch prüfen
Im Hintergrund wird eine automatisierte Prüfung gestartet, die technisch erkennbare Barrieren und Auffälligkeiten untersucht.
3. Ergebnis speichern
Die Resultate werden gespeichert und einer Website zugeordnet. Dadurch entsteht nicht nur ein einmaliger Scan, sondern ein öffentlicher Datensatz.
4. Öffentlich darstellen
Die Website erscheint im Verzeichnis und erhält eine Detailseite. Spätere erneute Prüfungen können zeigen, ob sich Ergebnisse verbessert oder verschlechtert haben.
Was das Ergebnis bedeutet
Das Ergebnis ist als Orientierung gedacht. Es fasst automatisiert erkennbare Auffälligkeiten zusammen und zeigt einen aktuellen Stand, keine absolute oder amtliche Bewertung. Dazu gehören je nach Darstellung ein Status, ein Score, Hinweise auf erkannte Probleme und der Zeitpunkt der letzten Prüfung.
Wichtig ist: Ein gutes Ergebnis bedeutet nicht automatisch, dass eine Website in jeder Hinsicht barrierefrei ist. Ein schlechtes Ergebnis bedeutet umgekehrt nicht, dass eine Website insgesamt unbrauchbar wäre. Die Plattform zeigt einen automatisierten, nachvollziehbaren Ausschnitt.
Was automatische Tests nicht leisten können
Automatische Tests sind hilfreich, weil sie schnell, wiederholbar und für viele Websites anwendbar sind. Sie erkennen typische Probleme wie fehlende Alternativtexte, Kontrastprobleme, unklare Formulare oder strukturelle Auffälligkeiten im Markup.
Sie können aber nicht vollständig beurteilen, ob eine Website in der Praxis wirklich gut nutzbar ist. Deshalb versteht sich istbarrierefrei.de als Einstieg und Orientierung, nicht als Ersatz für eine umfassende fachliche oder manuelle Prüfung. Mehr Hintergrund dazu findest du im Themenartikel Automatische Scans richtig einordnen .
Warum die Ergebnisse öffentlich sind
Die Öffentlichkeit ist ein zentraler Teil des Projekts. Eine reine Einzelabfrage wäre nützlich, aber sie würde noch keine gemeinsame Referenz schaffen. Erst durch ein öffentliches Verzeichnis und nachvollziehbare Detailseiten entsteht Vergleichbarkeit und Beobachtbarkeit.
Diese Transparenz soll nicht bloßstellen, sondern Einordnung ermöglichen. Im Verzeichnis wird sichtbar, welche Websites bereits geprüft wurden und wie aktuelle Stände aussehen.
Wie sich das Projekt weiterentwickeln soll
Langfristig soll istbarrierefrei.de nicht nur ein Einstieg für einzelne Prüfungen sein, sondern eine belastbare öffentliche Infrastruktur rund um digitale Barrierefreiheit. Dazu gehören wiederkehrende Prüfungen, bessere Verlaufsdarstellungen und eine noch stärkere Einordnung der Ergebnisse.
Dazu gehören auch redaktionelle Inhalte wie ein Blog oder erklärende Beiträge, die das Thema verständlicher machen und die Plattform langfristig ergänzen.